KW 18: Nadeln im Sandkasten, Berliner Imame setzen sich für Toleranz ein, Berliner Jugendämter finden kaum noch Sozialpädagogen

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Liebe Leser, auf dem Spielplatz im Alice-Salomon-Park sind in der Krabbel-Sandkiste mehr als 100 lange Stricknadeln gefunden worden. Kinder kamen nicht zu Schaden, denn Eltern haben die Gefahr frühzeitig erkannt. Wer auch immer die Nadeln hier vergessen hat, soll sie sich bei der Polizei abholen. In einem offenen Brief beziehen mehrere muslimische Verbände aus Berlin Stellung zu dem Vorfall an der Friedenauer Gemeinschaftsschule. Sie treten für Toleranz ein und bieten einen Dialog an. Viel Spaß beim Lesen!

\ TEMPELHOF-SCHÖNEBERG AKTUELL /

Stecknadeln auf Spielpaltz. Mehr als 100 Stecknadeln fanden Eltern Anfang der Woche auf dem Spielplatz im Alice-Salomon-Park nahe dem Barbarossaplatz – großflächig verteilt im Sand, sodass es eher unwahrscheinlich ist, dass jemand versehentlich eine Schachtel davon verloren hat. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Polizei geht davon aus, dass die Nadeln mit Absicht versteckt wurden. „Sie sehen von der Größe her eher wie Nägel aus“, sagte eine Polizeisprecherin. Über die Internetwache sei Anzeige erstattet worden. Die Polizeisprecherin rät dazu, in einem solchen Fall gleich die Polizei zu alarmieren. „Die Kollegen können den Platz dann sperren.“ tagesspiegel.deberliner-zeitung.deberliner-kurier.de

Offener Brief: Berliner Muslime verurteilen Antisemitismus. In einem offenen Brief haben Berliner Muslimverbände Antisemitismus verurteilt und angekündigt, stärker gegen antisemitische Tendenzen vorzugehen. Zudem boten die Unterzeichner an, mit Rabbinern an die Friedenauer Gemeinschaftsschule zu gehen und im Rahmen des Projekts „Meet2respect“ mit Jugendlichen zu diskutieren. Der Brief ging zunächst an verschiedene Presseorgane, was laut den Initiatoren nur wenig Beachtung fand. Nach einem Posting auf Facebook, können Sie sich jedoch nicht über geringe Resonanz beschweren:  tagesspiegel.demorgenpost.deberliner-zeitung.dewelt.despiegel.de Der Brief: facebook.com

Berliner Jugendämter finden kaum noch Sozialpädagogen. Das ergibt sich aus der aktuellen Antwort der Senatsjugendverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Marianne Burkert-Eulitz (Grüne). Demnach waren am 1. März von den zusammen 851 Vollzeitstellen in den zwölf Berliner RSD nur 725 tatsächlich besetzt. Die meisten Mitarbeiter sucht Tempelhof-Schöneberg (16,8 Vollzeitstellen), gefolgt von Spandau (14,6) und Charlottenburg-Wilmersdorf (12,6). Das Pro­blem der Bezirksverwaltungen: In Berlin fehlen Fachkräfte im sozialpädagogischen Bereich. Politiker diskutieren deshalb auch für die Jugendämter über Quereinsteigermodelle, wie es sie in den Kitas und Schulen bereits gibt. morgenpost.de

Machbarkeitsstudie zu Friedrich-Wilhelm-Platz vorgestellt. Das mit der Modernisierung des Platzes beauftragte Büro „Gruppe Planwerk“ nahm viele Ideen und Wünsche aus einer Bürgerversammlung im Oktober 2016 in seine Machbarkeitsstudie auf. berliner-woche.de
Kein Vorkaufsrecht an Großgörschen- und Katzlerstraße. Das Berliner Landgericht hat einer Klage der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stattgegeben. berliner-woche.de

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Verbrannt: Am Sonntagmorgen letzter Woche, dem 30. April, ist ein Mann bei einem Wohnungsbrand verstorben. Gegen 7 Uhr bemerkte ein 45-Jähriger vor Verlassen eines Wohnhauses in der Eresburgstraße Brandgeruch und Qualm, der aus einer im Hochparterre gelegenen Wohnung drang, und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Während der Löscharbeiten entdeckten die Brandbekämpfer den 30 Jahre alten Mieter leblos in der Wohnung. Eine Wiederbelebung verlief erfolglos. Bisherigen Erkenntnissen zufolge brach das Feuer in der Küche aus. Die Ursache ist unklar und Gegenstand der Ermittlungen, die ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin führt. berlin.de

\ SPORT /

Sulky-Legende Gerhard Krüger ist tot. Er verstarb am 29. April im alter von 92 Jahren. Wohl kaum jemand hat das Geschehen auf den Bahnen in Mariendorf und Karlshorst so geprägt wie der 1925 in Weißensee geborene Sulkyfahrer, der bis unmittelbar zu seinem Tod höchst agil war und gemeinsam mit seiner Gattin Sybille keinen einzigen Renntag versäumte. Von seinem Stammplatz im Mariendorfer Teehaus aus verfolgte Krüger durch das Fernglas jede Bewegung der Pferde. berliner-woche.de

 

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\ STADTLEBEN /

Vor 25 Jahren starb Marlene Dietrich. Zuletzt lebte sie völlig zurückgezogen in ihrem Pariser Appartement. Marlene Dietrich ließ selbst enge Freunde nicht mehr zu sich. Am 6. Mai 1992 ging dann die Meldung vom Tod der schon zu Lebzeiten zum Mythos gewordenen Schauspielerin um die Welt. Sie starb im Alter von 90 Jahren an einem schönen Frühlingstag in ihrer Wohnung in der Avenue Montaigne unweit der Seine – umgeben von Fotos ihrer Freunde. An vergangenen Samstag jährte sich „Marlenes“ Todestag zum 25. Mal.  berliner-kurier.de

Ein Besuch bei der Schöneberger Künstlerin Regina Liedtke. Karen Noetzel hat die Künstlerin in ihrem Atelier unterm Gebälk eines Gründerzeitwohnhauses im Schöneberger Norden besucht. Der Besuch endet mit etwas bitteren Tönen: „Eigentlich wären die Arbeiten der Schönebergerin eine Ausstellung in der bezirkseigenen kommunalen Galerie wert. Gefragt hat Regina Liedtke noch niemand, geschweige denn einen Atelierbesuch abgestattet. Der Trend geht auch im Haus am Kleistpark woanders hin, zu den etablierten Künstlern. „Die kommunalen Galerien wollen sich mit ihnen schmücken und so demonstrieren, wie international sie sind“, merkt Regina Liedtke kritisch an.“ berliner-woche.de

Kindercircus am Teltowkanal. Drei tolle Tage in der ufaFabrik: „Manege frei“, lautet der Schlachtruf. Vom 12. bis 14. Mai steht zum 31. Mal das Berliner Kinder- und Jugendcircus-Festival in der Kulturfabrik am Teltowkanal auf dem Programm. berliner-woche.de

Modelprojekt für Auszeichnung nominiert. Der BKM-Preis Kulturelle Bildung wird am 20. Juni in der Stiftung Genshagen bei Berlin verliehen.  Aus den zahlreichen, bundesweiten Einreichungen hat die Fachjury bereits im Vorfeld zehn Projekte für den BKM-Preis nominiert, darunter das vom Bundesfamilienministerium geförderte Modellprojekt „All included“ des Jugend Museums in Schöneberg. Mit der Nominierung ist eine Anerkennungsprämie in Höhe von 5.000 Euro verbunden, die für Projekte der kulturellen Vermittlung zur Verfügung gestellt wird. abendblatt-berlin.de

Aktionstag: Menschen mit Demenz im Scheinwerferlicht. Zwei Theaterproduktionen, eine Trommelgruppe Infos über Kulturprojekte zum Thema Demenz. Donnerstag, 11. Mai, 10 bis 15 Uhr im Großen Saal der ufa-Fabrik. ufafabrik.de
Offenes Gärtern-Treffen: Gartenaktiv. Im Rahmen des Projekts „Gartenaktiv“ treffen sich begeisterte Hobbygärtner und Pflanzenkenner einmal im Monat, um sich auszutauschen. Donnerstag, 11. Mai, 17 Uhr im Pallasseum, Pallasstraße 6. abendblatt-berlin.de
Konzert: Tom Schilling & The Jazz Kids. Wenn Schauspieler anfangen zu singen, wird es meist großartig. Freitag, 12. Mai, 20 Uhr im Columbia-Theater. columbia-theater.de/event
Blues: Christian Willisohn. Seit den 80er Jahren aktiv, legendär in der deutschen Blues-Szene. Samstag, 13. Mai, 21:15 Uhr im ZigZag. zigzag-jazzclub.berlin
Maikäfer-Rallye in der Bahnhofstraße. Ab Montag, den 15. Mai können Kunden über die Bahnhofstraße flanieren und Maikäferfiguren in den Schaufenstern entdecken. Als Belohnung warten auf sie tolle Gutscheine und Geschenke der Geschäfte. lichtenrade-berlin.de

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche. Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf tempelhof-schoeneberg-journal.de erledigen.

 

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